Nun ist es passiert. Die Griechen müssen tatsächlich noch einmal den Gang zur Wahlurne am 17. Juni 2012 wagen. Wie wird es dieses Mal ausgehen? Gelingt es dem griechischen Volk gegenwärtiges Leid im Austausch für eventuellen zukünftigen Wohlstand anzunehmen? Vielleicht sogar nur für den Wohlstand der nächsten und nicht der eigenen Generation? Kann es überhaupt einem Volk gelingen? Die deutschen Leitartikel-Redakteure wollten in den letzten Wochen die Griechen im Speziellen für das Wahlergebnis verantwortlich machen. Aber hätten wir Deutschen tatsächlich in einer solch prekären wirtschaftlichen Situation anders reagiert?
Ich bezweifle es stark. Denken wir nur an die Verhältnisse zu Weimarer Zeiten zurück. Viele Stimmen für die damaligen Kommunisten und Nazis kamen von "wirtschaftlich verunsicherten Personen". Armut führt zwangsläufig zu Radikalität. Der Mensch ist dazu veranlagt in (sehr) schwierigen Zeiten auf eine "Alles-oder-Nichts-Strategie" zu setzen. Gerade deshalb dürfte uns daran gelegen sein, Europa und vor allem Kerneuropa sicher durch die schwierige Zeit zu führen. Ein Zurück zu autonomen Nationalstaaten hätte einen immensen politischen Machtverlust im weltweiten Zusammenspiel der Großnationen für jeden einzelnen europäischen Staat zur Folge. Nur zusammen können wir ein Gewicht bilden, das traf Mitte des 19. Jhr. auf die deutsche Kleinstaaterei zu und das trifft heute auf die im weltweiten Vergleich relativ kleinen Nationalstaaten Europas zu!
Mein Bauchgefühl sagt mir jedoch, dass die Griechen sich für die beiden Austeritätsbefürworter "Nea Dimokratia" und "Pasok" entscheiden werden, die zusammen die Regierung mit mehr als 150 Sitzen im Parlament bilden können. Ein Grund für meine Einschätzung ist, dass viele Griechen einen solch starken Links- und Rechtsrutsch nach den Parlamentswahlen vom 06. Mai 2012 nicht erwartet haben. Vor allem sind ihnen die massiven Konsequenzen für die Verweigerung weiterer Sparmaßnahmen nicht bewusst gewesen. Wie sonst hätte das Linksbündnis "Syriza", dass offiziell für einen Verbleib in der Eurozone eintritt aber weder von der Fortführung des Schuldendienstes noch von weiteren Einsparungen etwas wissen möchte, 16.78% erreichen und damit zweitstärkste Kraft werden können? Dass Griechenland den Euro braucht um nicht auf einen Schlag in katastrophale wirtschaftliche Verhältnisse abzurutschen ist sicher, das sehen auch 78% der Griechen so (Meinungsforschungsinstitut: Kapa Research). Deswegen halte ich es für wahrscheinlicher das am 17. Juni die Vernunft siegen wird.
Aktuellen Umfragen zufolge existiert aber immer noch eine Pattsituation zwischen beiden Lagern. Mal liegt "Syriza" vorne mal "Nea Dimokratia". Das griechische Wahlrecht vergibt an die prozentual stärkste Partei noch einmal 50 Extrasitze, deswegen können auch minimale prozentuale Unterschiede zwischen dem Ersten und dem Zweiten massiven Einfluss auf den zukünftigen Kurs haben. Es bleibt also bis zuletzt spannend.
Viel hängt außerdem von dem anvisierten europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt ab. Viel Hoffnung mache ich mir aber nicht, weil das Übel vor allem in ausgelassen Strukturreformen und weniger in nicht verfügbaren Kapital begründet liegt. Hier fehlt leider Gottes die politische Union und damit die politische Durchsetzungskraft bis in die letzte Instanz. Dies zu erreichen kostet zum einen viel politische Überwindungskraft, weil kein Staat zu kurz kommen möchte, und zum anderen sehr viel Zeit, also eher gegen Ende dieser Dekade. Hoffen wir das beste im Sinne eines starken Europas!
Aktien Strategien - Aktientipps zu den besten Aktien
Die beste Aktienstrategie, Top-Musterdepot zum kostenlosen Nachbilden, exklusive Erläuterungen zur Eurokrise, Aktientipps für Anfänger und Fortgeschrittene. Täglich wird das eigene Musterdepot mit der DAX Entwicklung abgeglichen. Im Blog lesen Sie, wie sich das Wirtschaftsgeschehen auf die Portfoliostrategie auswirkt.*
Freitag, 25. Mai 2012
Donnerstag, 17. Mai 2012
Aktienstrategie: ETF-Sparplan
Durchschnittliche jährliche Netto-Rendite* von 1990 (November) bis 2012 (Mai):
2.33%
--> hier gehts zum: ETF-Sparplan Backtest
Damit keine Börsengebühren beim Handel auftreten, können Sparpläne bei den meisten Brokern (oft auch kostenlos, wie in diesem Beispiel) angelegt werden. Heute wollen wir uns um den ETF-Sparplan für den DAX kümmern.
Anwendung:
Für diese Aktienstrategie wird jeden Monat ein bestimmter Betrag (frei festzulegen) an den Broker überwiesen, mindestens jedoch 25€. Dieser Betrag hat auf die prozentuale Rendite keinen Einfluss, wohl aber auf den letztendlichen Portfoliowert, sprich den Gewinn. Der Broker kauft von diesem monatlichen Beitrag DAX-ETFs. Das Kürzel ETF steht hierbei für "Exchange Traded Funds", also börsengehandelte Fonds. In unserem Fall bildet dieser Fonds einen Index, nämlich den DAX nach. Auf welche Art und Weise dies geschieht, würde den Rahmen dieses Posts sprengen und ist auch nicht weiter von Belang für den normalen Anleger.
Beschreibung:
Einen Index nachzubilden hat verschiedene Vor- und Nachteile, denn dieser besteht immer aus einer Gruppe von Aktien, die dazu auch noch unterschiedlich gewichtet sind (s. DAX-Wikipedia). Man geht allgemein hin davon aus, dass eine Streuung der Investments, also eine Verteilung auf verschiedene Unternehmensaktien, das Risiko des Wertverlustes, aber auch der Wertsteigerung vermindern kann. Freilich gibt es immer wieder Phasen, in denen alle Aktien des jeweiligen Index steigen oder fallen. Dies tritt vor allem dann ein, wenn positive bzw. negative Faktoren, die für die meisten Unternehmen von Belang sind, sich verstärken oder abschwächen. Solche Faktoren sind zum Beispiel [Währungsschwankungen, Rohstoffkosten (insbesondere Öl, Metalle, Nahrung), Liquidität der Banken, Leitzinsen usw.]. Im DAX sind die 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen vertreten. Dieses Faktum sorgt für zusätzliche Sicherheit. Diese Unternehmen erwirtschaften meist solide Erträge im Gegensatz zu manchem Pennystock und stehen wegen ihrer Bedeutung ständig in der Öffentlichkeit.
Vorteile:
Man braucht sich keine großen Gedanken um Umschichtungen des eigenen Portfolios zu machen und muss sich auch nicht ständig mit den neusten Börsennews versorgen. Eine ungefähr gleichmäßige Entwicklung ist durch den Index, bestehend aus 30 Unternehmen gegeben. Das monatliche Einzahlen sorgt für eine zusätzliche Risikoverminderung, da man den durchschnittlichen Einkaufspreis in Abschwungphasen verringern kann. Man kommt also auch schneller wieder in die Gewinnzone. Umgekehrt bedeutetet es aber auch, dass Käufe zu aktuellen Höchstständen oft erst nach einiger Zeit die Gewinnzone erreichen und dies den durchschnittlichen Einkaufspreis wieder nach oben treibt. Zudem haben die meisten Menschen keine 10.000€ auf der hohen Kante, sodass ein vernünftiger Sparplan zur langfristigen Vermögensansammlung durchaus seine Berechtigung finden kann.
Nachteile:
Als wesentlichsten Nachteil bei dieser Aktienstrategie betrachte ich die Renditemöglichkeiten. Wer viel Sicherheit möchte, muss auch immer auf mögliche Ertragschancen verzichten können. Die beiden Sprichwörter: "Sicherheit hat seinen Preis" und "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt" haben an der Börse eine ganz besondere Bedeutung. Mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von nur 2.33% wird der ETF-Sparplan von manchem Tagesgeldkonto oder Staats- bzw. Unternehmensanleihe bei geringerer Risikostruktur geschlagen. Inflationsbereinigt ist die Rendite sogar fast weg, da die durchschnittliche Inflation (Geldentwertung) in Deutschland von 1990 bis heute 2.0% betrug.
Fazit:
Wer dennoch davon ausgeht, das die deutschen Weltkonzerne weiterhin ganz oben mitspielen werden, für den dürfte sich ein ETF-Sparplan eventuell bezahlt machen. Es ist immerhin noch besser als sein Geld auf dem Bankkonto ungenutzt liegen zu lassen. Ein weiterer Tipp besteht darin, während Wirtschaftskrisen den monatlichen Einzahlungsbetrag drastisch zu erhöhen und während wirtschaftlicher Höchstphasen den Betrag unter einen vorher festgelegten Durchschnittsbetrag zu reduzieren. So können, höhere Renditen ermöglicht werden.
* nach Abgeltungssteuer und Solidaritätszuschlag
2.33%
--> hier gehts zum: ETF-Sparplan Backtest
Damit keine Börsengebühren beim Handel auftreten, können Sparpläne bei den meisten Brokern (oft auch kostenlos, wie in diesem Beispiel) angelegt werden. Heute wollen wir uns um den ETF-Sparplan für den DAX kümmern.
Anwendung:
Für diese Aktienstrategie wird jeden Monat ein bestimmter Betrag (frei festzulegen) an den Broker überwiesen, mindestens jedoch 25€. Dieser Betrag hat auf die prozentuale Rendite keinen Einfluss, wohl aber auf den letztendlichen Portfoliowert, sprich den Gewinn. Der Broker kauft von diesem monatlichen Beitrag DAX-ETFs. Das Kürzel ETF steht hierbei für "Exchange Traded Funds", also börsengehandelte Fonds. In unserem Fall bildet dieser Fonds einen Index, nämlich den DAX nach. Auf welche Art und Weise dies geschieht, würde den Rahmen dieses Posts sprengen und ist auch nicht weiter von Belang für den normalen Anleger.
Beschreibung:
Einen Index nachzubilden hat verschiedene Vor- und Nachteile, denn dieser besteht immer aus einer Gruppe von Aktien, die dazu auch noch unterschiedlich gewichtet sind (s. DAX-Wikipedia). Man geht allgemein hin davon aus, dass eine Streuung der Investments, also eine Verteilung auf verschiedene Unternehmensaktien, das Risiko des Wertverlustes, aber auch der Wertsteigerung vermindern kann. Freilich gibt es immer wieder Phasen, in denen alle Aktien des jeweiligen Index steigen oder fallen. Dies tritt vor allem dann ein, wenn positive bzw. negative Faktoren, die für die meisten Unternehmen von Belang sind, sich verstärken oder abschwächen. Solche Faktoren sind zum Beispiel [Währungsschwankungen, Rohstoffkosten (insbesondere Öl, Metalle, Nahrung), Liquidität der Banken, Leitzinsen usw.]. Im DAX sind die 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen vertreten. Dieses Faktum sorgt für zusätzliche Sicherheit. Diese Unternehmen erwirtschaften meist solide Erträge im Gegensatz zu manchem Pennystock und stehen wegen ihrer Bedeutung ständig in der Öffentlichkeit.
Vorteile:
Man braucht sich keine großen Gedanken um Umschichtungen des eigenen Portfolios zu machen und muss sich auch nicht ständig mit den neusten Börsennews versorgen. Eine ungefähr gleichmäßige Entwicklung ist durch den Index, bestehend aus 30 Unternehmen gegeben. Das monatliche Einzahlen sorgt für eine zusätzliche Risikoverminderung, da man den durchschnittlichen Einkaufspreis in Abschwungphasen verringern kann. Man kommt also auch schneller wieder in die Gewinnzone. Umgekehrt bedeutetet es aber auch, dass Käufe zu aktuellen Höchstständen oft erst nach einiger Zeit die Gewinnzone erreichen und dies den durchschnittlichen Einkaufspreis wieder nach oben treibt. Zudem haben die meisten Menschen keine 10.000€ auf der hohen Kante, sodass ein vernünftiger Sparplan zur langfristigen Vermögensansammlung durchaus seine Berechtigung finden kann.
Nachteile:
Als wesentlichsten Nachteil bei dieser Aktienstrategie betrachte ich die Renditemöglichkeiten. Wer viel Sicherheit möchte, muss auch immer auf mögliche Ertragschancen verzichten können. Die beiden Sprichwörter: "Sicherheit hat seinen Preis" und "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt" haben an der Börse eine ganz besondere Bedeutung. Mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von nur 2.33% wird der ETF-Sparplan von manchem Tagesgeldkonto oder Staats- bzw. Unternehmensanleihe bei geringerer Risikostruktur geschlagen. Inflationsbereinigt ist die Rendite sogar fast weg, da die durchschnittliche Inflation (Geldentwertung) in Deutschland von 1990 bis heute 2.0% betrug.
Fazit:
Wer dennoch davon ausgeht, das die deutschen Weltkonzerne weiterhin ganz oben mitspielen werden, für den dürfte sich ein ETF-Sparplan eventuell bezahlt machen. Es ist immerhin noch besser als sein Geld auf dem Bankkonto ungenutzt liegen zu lassen. Ein weiterer Tipp besteht darin, während Wirtschaftskrisen den monatlichen Einzahlungsbetrag drastisch zu erhöhen und während wirtschaftlicher Höchstphasen den Betrag unter einen vorher festgelegten Durchschnittsbetrag zu reduzieren. So können, höhere Renditen ermöglicht werden.
* nach Abgeltungssteuer und Solidaritätszuschlag
Montag, 14. Mai 2012
Aktienstrategie: MACD-Indikator - Rendite Real
Das Entlarven der traumhaften angeblichen Renditen verschiedener Aktienstrategien geht weiter. Heute nehmen wir uns der MACD-Strategie an. Sie ist prinzipiell eine mathematisch sehr schöne Strategie und läuft in Trendmärkten erfahrungsgemäß auch besser als Strategien gleitender Durchschnitte (200, 38 usw.), dennoch fressen auch hier die zu entrichtenden Steuern und die Börsengebühr einen Großteil der Rendite auf.
Die Netto-Rendite stets im Blickfeld zu haben ist wichtig, denn nur die Netto-Rendite verbleibt auch tatsächlich im eigenen Geldbeutel, denken Sie daran!
hier gehts zum Post:
Griechische Parlamentswahlen
Vorbei scheint erst einmal der Traum, den DAX so schnell wie möglich zu überholen. Das amtliche Endergebnis des griechischen Innenministeriums für die Wahlen am Sonntag vergangener Woche führte wieder zu einem Ausverkauf an den europäischen Börsen. Die Angst reagiert wieder den Markt und nach nun drei gescheiterten Koalitionsgesprächen scheinen Neuwahlen mehr als wahrscheinlich. Diese könnten dann Anfang Juni stattfinden, also kurz bevor Ende Juni die vorläufigen Zahlungen des IWFs und des EFSFs von den internationalen bzw. Euro-Partnern bestätigt werden müssten.
Gegenwärtige Umfragen lassen vor allem die linksradikale Partei „Syriza“ stark erscheinen. Falls es diesen gelingt die „Nea Dimokratia“ als stärkste Partei abzulösen (prozentualer Unterschied letzten Sonntag: 2.07%) dann wird ein Euro-Austritt der Griechen höchst wahrscheinlich, denn nach griechischem Wahlrecht bekommt die stärkste Partei noch einmal 50 Sitze extra, die momentan zum Pro-Euro-Block gehören. Das Austeritätsprogramm ist demnach nicht an seiner Plausibilität, sondern an seiner Umsetzung gescheitert.
Donnerstag, 3. Mai 2012
Aktienstrategie: Coppock-Indikator
Die jährliche Netto-Rendite beim Coppock-Indikator angewendet auf ein DAX-ETF fällt mit 4.68% deutlich geringer aus als ursprünglich erwartet. Dies hängt aber vor allem damit zusammen, dass nur 4 Mal überhaupt in der Zeit von 1992 (September) bis 2012 (Mai) gehandelt wurde. Es ist also eine sehr zeitsparende Aktienstrategie. Wie bereits von mir im Artikel zum Coppock-Indikator hingewiesen wurde, sollte dieser Indikator keinesfalls alleinige Grundlage einer Investmententscheidung sein. Dennoch lohnt es sich ihn zu beobachten, vor allem in unsicheren Zeiten wie heute und im Bereich der Kaufentscheidung, da er hier deutlich treffsicherer ist als bei der Verkaufsentscheidung.
--> Coppock-Indikator (inkl. Backtests)
--> Coppock-Indikator (inkl. Backtests)
Mittwoch, 2. Mai 2012
Aktienstrategie: 200-Tage-Linie
Es sind ja in den letzten Tagen wieder vermehrt die möglichen Brutto-Renditen von verschiedenen Aktienstrategien hochgelobt worden. Da man letztendlich aber nur ein Netto in der eigenen Tasche wiederfindet, werde ich alle in meinem Blog aufgeführten Strategien auf diese reale Netto-Rendite hin untersuchen und die Backtests online zum Download anbieten!
Heute fertiggestellt: --> 200-Tage-Linie - Strategie
Heute fertiggestellt: --> 200-Tage-Linie - Strategie
Montag, 30. April 2012
Wer sind die Profiteure einer Inflation? - Wie soll man handeln? (Teil 3)
Wie soll man seine Investmentstrategie nun anpassen, wenn Inflation herrscht bzw. wenn man davon überzeugt ist, dass es in naher Zukunft zur Inflation kommen wird?
Man kann davon ausgehen, dass die bisher gehortete Liquidität (z.B. Sparbücher) in die Aktienmärkte strömen wird mit der Hoffnung dadurch die Inflation wenigstens ausgleichen zu können. Der Gedanke dahinter ist folgender: Mit dem Aktienkauf erwirbt man einen bestimmten Anteil einer Firma und damit einen Sachwert. Herrscht nun Inflation wird der Buchwert einer Firma dadurch künstlich aufgebläht und höheren Aktienkursen Legitimität gegeben. Außerdem tritt noch der Effekt der sich selbsterfüllenden Prophezeiung auf. Glauben viele Marktteilnehmer, dass aus bestimmten Gründen die Aktienkurse steigen werden und sich dementsprechend am Markt verhalten, steigt der Preis auf Grund der hohen Nachfrage und des geringen Verkaufsangebotes.
Allerdings ist das obige Faktum allein betrachtet noch nicht viel Wert für eine sinnvolle Investmententscheidung, denn die wirtschaftlichen Aussichten verringern sich bei Unternehmen im Zuge der Inflation, vor allem wenn die Kaufkraft der Konsumenten nicht stark genug ist und/oder nicht entsprechend mit der Inflation anzieht. Damit sinken die Realgewinne, was sich durch teure Rohstoffimporte aus anderen Ländern noch verstärken kann.
Außerdem müssen wir uns die Frage stellen wie der Inflation entgegen gearbeitet werden kann. Die einzig wahre Möglichkeit, abgesehen von einer Währungsreform, besteht darin den Leitzins auf Rekordniveaus zu heben. Dadurch verhindert man den starken Zufluss von Geld in die Wirtschaft. Das stoppt zwar die Inflation lässt die Wirtschaft aber so weit abkühlen, dass weitere meist schlimmere soziale und gesellschaftliche Probleme entstehen. Aktienkurse, die in gewisser Weise auch immer die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen widerspiegeln, sinken in Folge dessen dramatisch ab und es steigt die Gefahr der Umverteilung von Aktienvermögen in andere Assetklassen (Anleihen, Rohstoffe, Währungen, Immobilien).
Diejenigen Unternehmen, die wenig Kostensteigerung für ihre Produkte/Dienstleistungen im Falle der Inflation befürchten müssen und notfalls höhere Preise für ihre Güter problemlos durchsetzen können (Monopolstellungen, Branchen: Energie und Nahrung), werden im Vergleich zum Gesamtmarkt eine wesentliche bessere Rendite bzw. geringere Negativrendite verbuchen können. Bekommt man die Inflation jedoch nicht in den Griff, droht eine Währungsreform. Aktienvermögen sind dadurch nicht wertlos geworden, man besitzt immer noch einen bestimmten Anteil am ausgesuchten Unternehmen. Auf dem Weg dorthin dürften aber bereits viele Unternehmen an den enormen wirtschaftlichen Bedingungen gescheitert sein.
Die Empfehlung lautet also:
Solange die Inflation sich nicht wesentlich von der 5%-Marke entfernt, sollten Aktieninvestments eine Wahl für das Portfolio bleiben. Hier jedoch auf die Wirtschaftlichkeit während inflationärer Phasen achten! Steigt die Inflation darüber hinaus, bleibt nur die Flucht in andere Assetklassen bzw. Auslandsaktien.
Hier geht es zu:
--> Wer sind die Profiteure einer Inflation? - Wie soll man handeln? (Teil 1)
--> Wer sind die Profiteure einer Inflation? - Wie soll man handeln? (Teil 2)
Man kann davon ausgehen, dass die bisher gehortete Liquidität (z.B. Sparbücher) in die Aktienmärkte strömen wird mit der Hoffnung dadurch die Inflation wenigstens ausgleichen zu können. Der Gedanke dahinter ist folgender: Mit dem Aktienkauf erwirbt man einen bestimmten Anteil einer Firma und damit einen Sachwert. Herrscht nun Inflation wird der Buchwert einer Firma dadurch künstlich aufgebläht und höheren Aktienkursen Legitimität gegeben. Außerdem tritt noch der Effekt der sich selbsterfüllenden Prophezeiung auf. Glauben viele Marktteilnehmer, dass aus bestimmten Gründen die Aktienkurse steigen werden und sich dementsprechend am Markt verhalten, steigt der Preis auf Grund der hohen Nachfrage und des geringen Verkaufsangebotes.
Allerdings ist das obige Faktum allein betrachtet noch nicht viel Wert für eine sinnvolle Investmententscheidung, denn die wirtschaftlichen Aussichten verringern sich bei Unternehmen im Zuge der Inflation, vor allem wenn die Kaufkraft der Konsumenten nicht stark genug ist und/oder nicht entsprechend mit der Inflation anzieht. Damit sinken die Realgewinne, was sich durch teure Rohstoffimporte aus anderen Ländern noch verstärken kann.
Außerdem müssen wir uns die Frage stellen wie der Inflation entgegen gearbeitet werden kann. Die einzig wahre Möglichkeit, abgesehen von einer Währungsreform, besteht darin den Leitzins auf Rekordniveaus zu heben. Dadurch verhindert man den starken Zufluss von Geld in die Wirtschaft. Das stoppt zwar die Inflation lässt die Wirtschaft aber so weit abkühlen, dass weitere meist schlimmere soziale und gesellschaftliche Probleme entstehen. Aktienkurse, die in gewisser Weise auch immer die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen widerspiegeln, sinken in Folge dessen dramatisch ab und es steigt die Gefahr der Umverteilung von Aktienvermögen in andere Assetklassen (Anleihen, Rohstoffe, Währungen, Immobilien).
Diejenigen Unternehmen, die wenig Kostensteigerung für ihre Produkte/Dienstleistungen im Falle der Inflation befürchten müssen und notfalls höhere Preise für ihre Güter problemlos durchsetzen können (Monopolstellungen, Branchen: Energie und Nahrung), werden im Vergleich zum Gesamtmarkt eine wesentliche bessere Rendite bzw. geringere Negativrendite verbuchen können. Bekommt man die Inflation jedoch nicht in den Griff, droht eine Währungsreform. Aktienvermögen sind dadurch nicht wertlos geworden, man besitzt immer noch einen bestimmten Anteil am ausgesuchten Unternehmen. Auf dem Weg dorthin dürften aber bereits viele Unternehmen an den enormen wirtschaftlichen Bedingungen gescheitert sein.
Die Empfehlung lautet also:
Solange die Inflation sich nicht wesentlich von der 5%-Marke entfernt, sollten Aktieninvestments eine Wahl für das Portfolio bleiben. Hier jedoch auf die Wirtschaftlichkeit während inflationärer Phasen achten! Steigt die Inflation darüber hinaus, bleibt nur die Flucht in andere Assetklassen bzw. Auslandsaktien.
Hier geht es zu:
--> Wer sind die Profiteure einer Inflation? - Wie soll man handeln? (Teil 1)
--> Wer sind die Profiteure einer Inflation? - Wie soll man handeln? (Teil 2)
Donnerstag, 26. April 2012
Aktienstrategie: EUMA-Indikator
Heute ist das fast Unfassbare geschehen. VW VZ steigt um sagenhafte 8.72% im Zuge der guten Quartalszahlen. Dies bot die Gelegenheit beim Kurs von 135.03€ (EUMA-Tal Niveau) erneut die restlichen rund 5000€ des Portfolios zu investieren. Insgesamt befinden sich somit 76 Volkswagen Aktien im Depot. Ein Ausstiegskurs liegt noch nicht vor, dafür müsste der Low-Kurs die EUMA-Berg Linie erst überschreiten, die sich bei ca. 137.5€ befindet. Der Schlusskurs von heute beträgt 137.2€.
Sonntag, 22. April 2012
Aktienstrategie: EUMA-Indikator
Die Entwicklung ist deutlich unter den Erwartungen:
Der Triggerkurs für K+S wurde bei 36.87€ ausgelöst, sodass wir nur noch zu 50% in Volkswagen investiert sind. Am Freitag gab es dafür eine Dividende pro Anteilsschein von 3.06€. Abzüglich der Steuern macht das ein Plus von gerade einmal 90.12€, aber immerhin.
Aus der Erfahrung mit den Backtests zeigt sich, dass es immer wieder zu negativen Investments kommen kann. Ich gehe davon aus, dass wir bald wieder positive Entwicklungen haben werden. Nach wie vor erklärtes Ziel ist es den DAX so früh wie möglich zu schlagen!
Der Triggerkurs für K+S wurde bei 36.87€ ausgelöst, sodass wir nur noch zu 50% in Volkswagen investiert sind. Am Freitag gab es dafür eine Dividende pro Anteilsschein von 3.06€. Abzüglich der Steuern macht das ein Plus von gerade einmal 90.12€, aber immerhin.
Aus der Erfahrung mit den Backtests zeigt sich, dass es immer wieder zu negativen Investments kommen kann. Ich gehe davon aus, dass wir bald wieder positive Entwicklungen haben werden. Nach wie vor erklärtes Ziel ist es den DAX so früh wie möglich zu schlagen!
Donnerstag, 19. April 2012
Wer sind die Profiteure einer Inflation? - Wie soll man handeln? (Teil 2)
In den Medien wird ein schwacher Euro immer wieder als besonderer Vorteil für die Exportnation Deutschland erwähnt. Dies ist allerdings ein Trugschluss, wie ich Ihnen anhand folgender Punkte erläutern möchte:
- Zunächst einmal importieren wir auch in sehr großen Umfang, 30% davon stammen aus den Euro-Ausland und werden dadurch erheblich teurer. Viele der importierten Güter sind Vorprodukte, die erst in Deutschland zum fertigen Gut werden. Der Gewinn, der sich durch den Verkauf ins Euro-Ausland im Bezug auf einen schlechteren Wechselkurs ergibt, ist dann meist schon durch die höheren Einkaufspreise wieder getilgt.
- Es geht für ausländische Einkäufer nicht immer nur um den Preis einer bestimmten Ware. Viele deutsche Unternehmen des Mittelstands zeichnen sich auf den Weltmärkten vor allem dadurch aus, dass sie Marktführer für spezielle Nischenprodukte sind. Abnehmer von solchen Waren schauen vor allem auf die Qualität und dann erst auf den Preis. Ein plötzlicher Nachfrageschwund auf Grund eines starken Euros ist deshalb sowieso nicht zu erwarten.
- Anders sieht das für die südeuropäischen Staaten aus. Diese setzen größtenteils auf die billige Massenproduktion und deshalb käme ihnen ein schwacher Euro sehr entgegen. Sie würden deutlich wettbewerbsfähiger werden (Portugal und Griechenland sind hier besonders betroffen)
- 60% der deutschen Exporte bleiben sowieso in der Währungsunion. Höhere Einnahmen durch einen schwachen Euro sind deshalb eher nicht zu erwarten. Indirekt könnte Deutschland nach einiger Zeit doch noch profitieren. Die durch einen schwachen Euro wieder in Gang gekommene südeuropäische Wirtschaft könnte dann die Nachfrage nach deutschen Produkten wieder anheizen. Bis dahin müssen wir uns jedoch noch ein Weilchen gedulden.
Letztendlich lässt sich einigermaßen sicher sagen, dass von einem schwachen Euro vor allem die südeuropäischen Staaten profitieren würden. Dies allerdings aber auch nur kurzfristig, denn ein schwacher Euro nimmt erheblich den Druck von der Politik notwendige Reformen anzupacken und behindert die Innovationsfähigkeit von Unternehmen, da diese einem schwächeren Wettbewerb ausgesetzt sind.
Fortsetzung folgt!
Hier geht es zu:
--> Wer sind die Profiteure einer Inflation? - Wie soll man handeln? (Teil 1)
--> Wer sind die Profiteure einer Inflation? - Wie soll man handeln? (Teil 3)
Hier geht es zu:
--> Wer sind die Profiteure einer Inflation? - Wie soll man handeln? (Teil 1)
--> Wer sind die Profiteure einer Inflation? - Wie soll man handeln? (Teil 3)
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